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Robber Doc


[acad. "robber doc" = colloq. "rubber duck"]

Robber Doc: über “Handwerkliche Fehler” in Abschlussarbeiten

Der Begriff handwerklicher Fehler (manchmal auch Bibliographiefehler genannt) wird in Gutachten über Bachelor- und Masterarbeiten sowie Dissertationen verwendet, wenn dem Verfasser der Arbeit mangelndes Zitiervermögen nachgewiesen werden konnte. Mit anderen Worten: Der Verfasser ist wie ein plündernder Pirat durch fremde Literaturquellen gegangen und hat ihm nützliche Textstellen übernommen, ohne diese jedoch in seinem eigenen Dokument entsprechend zu kennzeichnen.

Es gibt zwei Erkennungsmerkmale, die leicht auf handwerkliche Fehler schließen lassen:

1. Der Verfasser erwähnt Daten, Fakten, Sachverhalte usw., die er unmöglich selbst kennen kann.

2. Die Arbeit ist in einem “inhomogenen Schreibstil” verfasst: In einem kunterbunten Wechselspiel folgen auf brillante Textpassagen unbeholfen klingende, oft dilettante Formulierungen. Der Verfasser solcher Arbeiten (i.d.R. ist er sprachlich ungeübt/unfähig) erkennt jedoch so gut wie nie den Unterschied zwischen dem fremden “guten” und dem eigenen “schlechten” Schreibstil. Dritte hingegen, dazu zählen auch die sprachlich geschulten Gutachter der Arbeit, identifizieren diese “Stilbrüche” aber mühelos und entlarven den Verfasser schneller als ihm lieb ist als Plagiator, als einen “Robber Doc”.